Y the last man: Girl on Girl TPB 6
Gastrezension von Homer. Sehr vielen Dank!
Written by Brian K. Vaughan, pencils by Pia Guerra (DC Comics/Vertigo). Deutsch: Keine Veröffentlichung.

Nach den Ereignissen des letzten Bandes befinden sich Yorick und seine Begleiterinnen auf einem Kreuzfahrtschiff auf der Reise nach Japan. Die Geschichte erzählt von Piraten, sich anbahnenden Romanzen und den neuen Moralvorstellungen in der männerlosen Welt.
unwesentlich älter als Yorick ist, und dessen Treue zu Beth auf eine weitere harte Probe stellt. Konnte Yorick in den ersten Ausgaben den Reizen des anderen Geschlechts noch widerstehen, so gelingt ihm dies neuerdings immer seltener. In Anbetracht der Umstände, ist diese Reaktion aber nur nachvollziehbar. Wir würden wohl alle ähnlich agieren. Weniger logisch ist da schon"Y's" Reaktion auf die sich auf dem Cover abzeichnenden Ereignisse. In einer Nacht auf dem Luxusliner kommen sich Dr. Mann und 355 näher, was wohl aus der Einsamkeit beider Charaktere folgt - speziell bei der bekennenden heterosexuellen Agentin. Yorick platzt, in der für ihn typisch tollpatschigen Art, in dieses téte-a-téte herein und reagiert mit Ärger und Unverständnis. Sein kindliches und naives Gemüt scheint hier weniger der Grund zu sein, als vielmehr der Umstand, dass er langsam Gefühle für Agent 355 zu entwickeln scheint. Diese fühlt sich dann auch peinlich berührt, als der letzte Mann auf Erden die beiden Frauen überrumpelt. Vaughan schafft hier ein Konfliktpotenzial für spätere Episoden.
Viel interessanter in diesem Band sind die Diskussionen, die sich am Ende der Geschichte ergeben und über deren konkreten Inhalt hier nicht so viel verraten werden soll, da sonst die überraschendste Wendung der Story schon vorweggenommen würde. Um es so allgemein wie möglich zu halten: Vaughan diskutiert über die Frage, ob bestimmte Verbrechen in dieser apokalyptischen Welt noch Verbrechen sind oder an Berechtigung gewonnen haben. Vaughan baut dabei zwei Parteien auf und lässt den letzten seiner Art, Yorick, zwischen die Fronten geraten, hin und her gerissen von alten Werten und der brutalen neuen Realität. Nachdem auf beiden Seiten Argumente beigebracht wurden, lässt der Autor auf geschickte Weise diese Frage offen und gibt sie somit an den Leser weiter.
Gesichtsausdruck, als er 355 und Dr. Mann überrascht.





